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Dem Menschen dienen

Hornhautübertragung= Keratoplastik= Hornhauttransplantation

Eine Hornhauttransplantation (Hornhautübertragung, Keratoplastik (KPL)) ist bei Erkrankungen der Hornhaut, z.B. Keratokonus (starke Verdünnung der Hornhaut im Zentrum im fortgeschrittenen Stadium), Hornhautnarben aufgrund von Hornhautgeschwüren, Infektionskrankheiten oder angeborenen Hornhautveränderungen indiziert. Immer dann, wenn die eigene Hornhaut nicht mehr klar und durchsichtig ist, kann mit Hilfe einer Hornhauttransplantation das getrübte Gewebe durch ein klares Transplantat ersetzt werden, was dann wieder ein besseres Sehen ermöglicht. Dafür wird die eigene Hornhaut durch eine Spenderhornhaut voll oder teilweise ersetzt. Meist erfolgt dies als durchgreifende perforierende Keratoplastik. Bei der lamellierenden Keratoplastik wird nur eine Lamelle ersetzt. Man unterscheidet die vordere lamelläre KPL, bei der die innere Hornhautschicht bestehen bleibt, von der hinteren lamellären KPL, bei der vordere Anteile bestehen bleiben. Die klassischen Indikationen sind bei der vorderen lamellären KPL der Keratokonus, bei der hinteren lamellären KPL meist angeborene Hornhautnarben und Trübungen. Die häufiger durchgeführte perforierende Keratoplastik ersetzt durchgreifend die gesamte Hornhaut. Die Nachsorge (Augentropfen über 1 Jahr, häufige Kontrollen) ist sehr wichtig, um ein Abstoßungsrisiko (Immunreaktion) zu minimieren.

Ebenfalls ist es möglich, bei bestimmten Erkrankungen mit hohem Risiko für eine Immunreaktion das Abstoßungsrisiko durch eine sogenannte HLA-Typisierung der Hornhäute zu verringern. Dabei werden „menschliche Leukozytenantigene“ (HLA–Antigene) des Empfängers im Blut bestimmt und mit dem Spender abgestimmt. Je mehr Antigene übereinstimmen, desto geringer ist das Abstoßungsrisiko.

Die Hornhautübertragung ist eine Operation, die in der Regel in Vollnarkose durchgeführt wird, und kann, falls notwendig, durchaus mit anderen Operationen am Auge, z.B. eine Kataraktoperation (Grauer Star) oder eine Glaskörperoperation (Vitrektomie), kombiniert werden.

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Chefarzt

Priv.-Doz. Dr. med. Joachim Wachtlin

Dr. Wachtlin

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