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Ohrchirurgie

HNO

HNOHilfe bei chronischen Erkrankungen der Ohren

Bei chronischen Entzündungen der Ohren werden in unserer HNO-Abteilung Ohroperationen durchgeführt, die nachfolgend beschrieben werden. Die Eingriffe erfolgen üblicherweise stationär, der Aufenthalt beträgt dabei zwei bis drei Tage, selten länger.

Operationen bei chronischen Ohrentzündungen

Infolge chronischer Entzündungen des Mittelohres kommt es zu einer Verschlechterung des Hörvermögens und häufig auch zu einer wiederholt auftretenden Ohrsekretion.

Der HNO-Arzt kann anhand seiner Untersuchung des Ohres unterscheiden, welche Art der Entzündung vorliegt:

  • „Schleimhauteiterung“
  • „Knocheneiterung“
  • besondere Formen der Entzündung


Der jeweilige Befund bestimmt die Notwendigkeit und das Ausmaß des ohrchirurgischen Eingriffs.

Bei der Schleimhauteiterung besteht ein Loch in der Mitte des Trommelfells, es können gleichzeitig auch Teile der Gehörknöchelchenkette defekt sein. Das Ziel der Operation ist ein Verschluss des Trommelfelldefektes. Gleichzeitig kann dabei auch, wenn erforderlich, die Gehörknöchelchenkette repariert werden.

Bei der Knocheneiterung kommt es in der überwiegenden Zahl der Fälle auch zur Bildung eines Cholesteatoms. Dabei handelt es sich um ein wachsendes verhornendes Plattenepithel (Haut des Gehörganges), welches über eine am Trommefellrand befindliche Perforation in das Mittelohr einwächst. Der damit einhergehende Entzündungsprozess führt zu einem langsam fortschreitenden Abbau von benachbartem Knochen. Schädigungen des Innenohres, des Gesichtsnervens, der Hirnhäute bzw. des Hirns können die Folge sein. Deshalb besteht bis auf wenige Ausnahmen immer eine Operationsindikation. Die Zielstellung ist dabei den entzündlichen Prozess vollständig zu entfernen. In einigen Fällen kann der Operateur entscheiden, die Reparatur der Gehörknöchelchenkette nach erfolgter Entzündungssanierung in der gleichen Operationssitzung vorzunehmen.

Verschluss von Trommelfelldefekten

Als Folge von Mittelohrentzündungen oder Verletzungen verbleiben Löcher im Trommelfell. Ein operativer Verschluss erfolgt durch körpereigenes Gewebe. Der Zugang erfolgt durch den Gehörgang, in wenigen Fällen auch von einem Schnitt hinter der Ohrmuschel aus.

Operationen zur Hörverbesserung

Die Ursachen von Hörverlust sind sehr vielfältig. Es gibt eine Reihe von Operationstechniken, die das Hörvermögen ganz oder teilweise wieder herstellen können. Entscheidend ist dabei die Lokalisation und das Ausmaß der Störung:

Die Mittelohrschwerhörigkeit (Schallleitungsschwerhörigkeit) biete in der Regel gute Chancen einer Hörverbesserung:

  • Trommelfelldefekte
  • Versteifung
  • Überdehnung von Trommelfellanteilen


Lösung: Teilweiser oder vollständiger Ersatz des Trommelfelles mit körpereigenem Gewebe. Ersatz von Defekten der Gehörknöchelchenkette durch kleine Prothesen aus Titan.

Eingeschränkte Beweglichkeit des Steigbügels („Otosklerose“)

Lösung: Entfernen eines Teils des Steigbügels und Schaffen eines Lochs in der verbleibenden Fußplatte des Steigbügels (z.B. mit dem Laser), Einsetzen einer Prothese am Amboss, die die Funktion des Steigbügels ersetzt.

Kann bei gestörter Schallübertragung eines der zuvor beschriebenen Operationsverfahren nicht angewendet werden und ist es nicht möglich, ein normales Hörgerät zu tragen (z.B. wegen ständiger Ohrsekretion), kommt ein knochenverankertes Hörgerät (engl. Abkürzung: BAHA) alternativ zur Anwendung.

Lösung: Einbringen einer Schraube in den Schädelknochen hinter dem Ohr, auf welche eine Hörgerät (BAHA) aufgesteckt wird. Diese überträgt Schallwellen über den Knochen zum Innenohr.

Bei einer Innenohrschwerhörigkeit und einem Zustand, bei dem das Tragen eines normalen Hörgerätes nicht mehr möglich ist oder große Schwierigkeiten bereitet, kann ein implantierbares Hörgerät zur Anwendung kommen. Dieses wird direkt an die Gehörknöchelchenkette (Amboss) angekoppelt, wodurch deren Schwingungen verstärkt werden. Der Empfindlichkeitsverlust im Innenohr wird damit maximal ausgeglichen. Bereits präoperativ kann durch Tests festgestellt werden, welcher positive Höreindruck erreicht werden kann.

Bei einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit, die nicht mehr ausreichend durch ein Hörgerät versorgt werden kann oder bei Menschen, die gehörlos sind, ist eine Implantation einer Innenohrprothese (Cochleaimplant) eine erfolgversprechende Alternative. Die notwendigen Voraussetzungen, wie funktionierender Hörnerv und anatomisch normal strukturiertes Innenohr, werden vor der Operation mittels Hörnervtest und bildgebende Untersuchungen (MRT/CT) geprüft geprüft.

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