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Dem Menschen dienen

Einsatz auf den Philippinen

Anja Weihrauch, Assistenzärztin der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im Sankt Gertrauden-Krankenhaus, leistet medizinische Hilfe im Katastrophengebiet

November 2013

Nach dem Taifun "Haiyan" ist das Ausmaß der Zerstörung und das Leid der Menschen auf den Philippinen unbeschreiblich. Anja Weihrauch, Assistenzärztin der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im Sankt Gertrauden-Krankenhaus, hat sich bereits im Jahr 2012 als Ärztin im Nordirak engagiert. Nun wird sie auf die Philippinen gehen, um den Menschen nach der Katastrophe medizinische Hilfe zu leisten.

Immenses Ausmaß der Zerstörung

„Hayan“, einer der schwersten je dokumentierten Tropenstürme, hat die Philippinen am 08. November 2013 hart getroffen und das Land in Schutt und Schlamm zurückgelassen. Inmitten von Tod und Zerstörung suchen verzweifelte Menschen ihre Angehörigen. Es fehlt an medizinischer Versorgung, Unterkünften und Lebensmitteln. Anja Weihrauch, Assistenzärztin der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im Sankt Gertrauden-Krankenhaus, hat sich bereits im Jahr 2012 als Ärztin im Nordirak für Kriegsflüchtlinge aus Syrien engagiert. Nun wird sie in der Zeit vom 05.12. bis zum 23.12.2013 als Ärztin des sogenannten FAST (First Assistance Samaritan Team) des Arbeiter-Samariter-Bundes nach Palo, Philippinen (10 km von Tacloban entfernt) gehen, um den Menschen nach der Katastrophe des Taifuns „Haiyan“ medizinische Hilfe zu leisten.

Frau Weihrauch über den geplanten Einsatz: „Den Einsatz kann man sich ungefähr so vorstellen: Wir als FAST sind eine schnelle Einsatzgruppe, die in Katastrophengebieten eine basismedizinische Versorgung in einer sogenannten Zelt-Ambulanz bietet. Wir arbeiten mit einem standardisierten Interagency Emergency Health Kit, mit dem ca. 10.000 Betroffene über 3 Monate autark versorgt werden können. Unser Team besteht dabei aus einem Einsatzleiter, einem Technischen Leiter, einem Logistiker, vier Helfern aus Krankenpflegern und Rettungsassistenten sowie einem Arzt. Dabei liegt der Fokus auf Basismedizin mit hohem Durchsatz. Dies wird bis zur vollständigen Einsatzfähigkeit von allen FASTlern ständig trainiert. Ein komplettes Team bleibt genau 2 Wochen und wird am Ende durch ein neues ersetzt.“

FAST steht für schnelle Hilfe

Wer durch kriegerische Auseinandersetzungen oder Naturkatastrophen alles verliert, braucht dringend humanitären Beistand. Der Arbeiter-Samariter-Bund leistet seit vielen Jahren erfolgreich weltweit Hilfe für Menschen in Not. Eine schnelle, professionelle und effektive Reaktion bei internationalen Katastrophen ermöglicht er durch sein Soforthilfeinstrument: die First Assistance Samaritan Teams (FAST). Diese Schnelleinsatzgruppen setzen sich aus fachkundigen und für den Auslandseinsatz ausgebildeten Freiwilligen zusammen. Die Kernelemente der FAST-Hilfe liegen in der Trinkwasseraufbereitung und der basismedizinische Versorgung. Die Teamstärke pro Modul liegt bei 5-8 Helfern.

Quelle: asb.de

Das Einsatztagebuch des ASB zu dem Einsatz auf den Philippinen kann hier online verfolgt werden.

 

 

 

 

 

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