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Dem Menschen dienen

Engagement für obdachlose Menschen

Dr. Joachim Müller, Anästhesist und Intensivmediziner im Sankt Gertrauden-Krankenhaus, unterstützt das Programm „Berliner-Kältehilfe“

November 2013

Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich das Programm "Berliner-Kältehilfe" für Menschen ohne festen Wohnsitz. Übernachtungsmöglichkeiten, warme Mahlzeiten und medizinische Versorgung sollen die Menschen vor Schaden bewahren. Dr. Joachim Müller, Anästhesist und Intensivmediziner im Sankt Gertrauden-Krankenhaus, unterstützt das Projekt schon im zweiten Jahr ehrenamtlich.

Der Winter ist die gefährlichste Jahreszeit für Obdachlose. Jedes Jahr erfrieren Menschen im Freien. Um Obdachlosen eine unbürokratische Übernachtungsmöglichkeit während der kalten Jahreszeit anzubieten, wurde 1989 die "Berliner-Kältehilfe" von Berliner Kirchengemeinden und Wohlfahrtsverbänden und von der Senatsverwaltung ins Leben gerufen.

KältehilfeZahlreiche Träger beteiligen sich jeweils mit eigenen Angeboten wie z. B. Beratungsstellen, Notübernachtungen, Nachtcafés oder Suppenküchen, um zu verhindern, dass Menschen ohne Unterkunft in Berlin erfrieren müssen. Diese Projekte werden teilweise aus Zuwendungen des Landes Berlin bzw. der Bezirksämter, aus Mitteln der Liga der Wohlfahrtsverbände aber auch aus Spenden finanziert. Wesentlich ist zudem die tatkräftige Unterstützung ehrenamtlicher Helfer vor Ort. Einer von ihnen ist Herr Dr. Joachim Müller, der hauptberuflich als Anästhesist und Intensivmediziner im Sankt Gertrauden-Krankenhaus tätig ist.

Die Berliner Johanniter betreiben gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde St. Thomas im Bethaniendamm 25, Berlin Kreuzberg, ein Nachtcafé und eine Kälteambulanz, in der Obdachlosen eine ärztliche medizinische Betreuung angeboten wird. Dr. Müller unterstützt die Johanniter dabei schon im zweiten Jahr ehrenamtlich. Viele wohnungslose Menschen sind oftmals nicht krankenversichert. "Wer auf der Straße lebt, der führt einen täglichen Überlebenskampf", so Dr. Müller, der in der Kälteambulanz hauptsächlich offene und unreine Wunden, Hauterkrankungen und Infekte behandelt.

Die Zahl der Obdachlosen wird in der Hauptstadt auf 600 bis 1000 geschätzt. Die Verelendung dieser Menschen nimmt nach Einschätzung von Sozialverbänden zu. Der Gesundheitszustand von Menschen auf der Straße habe sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verschlechtert, so Hans-Joachim Fuchs vom Deutschen Roten Kreuz. Viele Obdachlose kämen aus Osteuropa, hätten aber auch als EU-Bürger bisher keinen Anspruch auf Krankenversorgung. Das mache Behandlungen außerhalb von Obdachlosen-Praxen oft schwierig. Am 1. November 2013 startete die Berliner Kältehilfe. 16 Notübernachtungen und 13 Nachtcafés bieten dann im Durchschnitt 433 Schlafplätze pro Nacht (Quelle: www.Berlin.de).

Detaillierte Informationen zur "Berliner-Kältehilfe" finden sie hier.

Das Angebot der Johanniter-Kältehilfe können Sie hier einsehen.

 

 

 

 

 

 

Sankt Gertrauden-Krankenhaus

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